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"Rest der Welt"

Sardinien - September 2001


Im September 2001 ist unser Ziel: Sardinien, Italien. Diesmal fahren wir über den Brenner, übernachten in Torbole am Nordende des Gardasee (Camping Maroadi, eng, voll, teuer). Von dort weiter über Modena, Bologna und Florenz nach Livorno (Tipp: FI->LI Bundesstraße). Die Fähre der Linea dei Golfi finden wir im Teil-Hafen Varco Galvani (wichtig, sonst sucht man ewig das Hafenbüro) und be-kommen locker einen Rand-Stellplatz auf dem offenen Camperdeck

 

Nach einer ruhigen Nacht-Überfahrt kommen wir morgens in Olbia an und fahren von dort noch ca. 30 min. nach Süden zum Camping San Teodoro La Cinta. Er ist von Deutschen, Italienern u.a. noch gut besucht und liegt an einem herrlichen, berühmten Strand. Der Sand ist weiss und fein, das Meer flach und warm - aber für unseren Geschmack zu voll.



Der Platz an sich ist gut:
- Stellplätze groß genug + schattig
- Warmwasser umsonst (in IT nicht selbstverständlich), Waschmaschine
- kleiner Spielplatz, Laden und Bar
- die Elektro-Sicherungen sind mit 3A etwas knapp bemessen (unser Wasserkocher wollte mehr - peng!)

So fuhren wir weiter ganz in den Süden Sardiniens zum malerisch und einsam gelegenen Camping Capo Teulada am Portu Tramatzu. Über einer schönen Bucht gelegen, nicht ganz neu aber sauber und ordentlich, gut sortierter Laden (wichtig bei der abgeschiedenen Lage), kleiner Spielplatz, Warmwasser kostet extra, Waschmaschine teuer. Einige Wohnwagen von ital. Dauer-campern, die aber kaum da waren.



Der Sand ist fein und weiss, das Wasser flach und warm, auf beiden Seiten der Bucht sind Felsen zum Schnorcheln und Angeln, vorgelagert eine kleine malerische Insel. Es ist nicht mehr viel los, Tretboote und Strandbar bereiten sich auf den Winterschlaf vor. Wenn nur der Wind nicht gewesen wäre und die Wespen ! Nach vier Tagen packen wir wieder zusammen und fahren weiter.

Vorbei an Cagliari geht es über eine kurvenreiche Passtraße zur Ostküste. Bei Muravera finden wir am Camping 4mori endlich was wir suchen: große Stellplätze direkt am Strand (ohne Zaun geht es auch hier nicht), moderne Sanitäranlagen (Warm-wasser in der Nachsaison umsonst), Waschmaschine, Laden, Pizzeria. Und in Muravera (4 km) gibt es alles, was man sonst noch braucht. Der Platz ist für viel mehr Leute und Trubel ausgelegt als sich im September hierher verlaufen. Nur der Strom war wieder knapp, manchmal sogar am ganzen Platz weg.


Der Strand ist zwar nicht so fein und flach wie die anderen, dafür hatten wir viel mehr Platz. Das Wasser war kindertauglich, manchmal konnte man zur vorgelagerten Sandbank laufen, manchmal gab es hohe Wellen, die nur was für Größere sind. Aus nostalgischen Gründen machten wir eine Radtour zur Costa Rei (dort waren wir 1997 in einer FeWo zu unserem ersten Urlaub mit Katja). Viel mehr Tourismus, evtl. netter Camping Piscina Rei, direkt am feinen Strand. Am Torre Salinas gibt es einen bayr. Campingplatz, eigentlich auch nett, aber 200m vom Strand entfernt.



Nach 3 Wochen fuhren wir dann wieder mit der Linea dei Golfi von Cagliari zurück nach Livorno. Ende September blieb das Camperdeck fast leer, die Schiffe sind einfach (und günstig), aber bei 12 oder 18 Std. Fahrt über Nacht war uns das egal. Der freie Blick übers Meer, der Fahrtwind und der Sternenhimmel entschädigen dafür.